Die wohl subtilsten Vertreter des Genres Klassik-Rock fanden einander 1967 in Manchester. Schwermütige Rock-Etüden, ornamentiert von esoterischen Sphärenklängen begeisterten dieselben Fans, die auch Moody Blues und Pink Floyd liebten. Die Band wusste schon früh, wie man die Effekt-Apparatur des Mellotrons virtuos einsetzt. Die reizvollen Soundmuster wurden zum Markenzeichen von Barclay James Harvest, die ihr Plattendebüt 1970 feierten. Von Anfang an experimentierten BJH mit neuen Formen jenseits der traditionellen Formation aus Gitarre, Bass und Drums und benutzten Holzbläser, Streicher und Blechbläser. Es war daher ein logischer Schritt, ihr erstes Album Barclay James Harvest mit ihrem eigenen Orchester aufzunehmen.
Schnell machten sich Barclay einen Namen – zunächst auf der britischen Insel, dann in Europa, dann weltweit. Die Band wurde zu einer Supergroup, zum Garanten für beste Live-Unterhaltung und zum festen Lieferanten für die Charts. Heute sind ihre Hits längst Klassiker „Hymn“, „Mockingbird“, „Life is for living“, „Berlin“ und viele andere, sind der Stoff, aus dem die romantischen und nostalgischen Rockträume beim Livekonzert sind. |